Die Geschichte des Plattenspielers

Fiche pratique - L'histoire de la platine vinyle

Vom Plattenspieler zum Turntable 

Anfangs gab es noch keinen Plattenspieler: Man benutzte einen Wachszylinder, um den Ton auf einer spiralförmigen Rille aufzunehmen, die sich über die gesamte Länge des Zylinders erstreckte.

Im Jahr 1796 erfand Antoine Favre, ein Uhrmacher aus Genf, die Spieluhr, die mit verschiedenen gestimmten Tonfedern funktionierte.

Im April 1877 formulierte Charles Cros das Prinzip einer Tonwiedergabevorrichtung namens „Paléophone“. In einem an die Akademie der Wissenschaften gerichteten Dokument schlug er vor, dass Schallschwingungen mit Hilfe eines an einer Schwingmembran befestigten Stifts in Metall eingraviert und anschließend durch das Gleiten eines an einer Membran befestigten Stifts über diese Gravur wiedergegeben werden könnten. Doch Charles Cros hat keine Zeit, seine Idee umzusetzen und einen Prototyp zu bauen, denn bereits 1878 meldet Thomas Edison in den Vereinigten Staaten ein Patent an. Edison führt erste, wenig überzeugende Versuche auf einer Zinnplatte durch. Die Volta Laboratory Association, bestehend aus Graham Bell, Chichester Bell und Charles Tainter, aus der später Volta GRAPHOPHONE und dann Columbia hervorging, reichte 1880 einen versiegelten Umschlag ein, der die Ergebnisse ihrer ersten Experimente zum PHONOGRAPHEN enthielt. Der erste mit Wachs überzogene Kartonzylinder stammt von Charles Tainter aus dem Jahr 1886. Im Jahr 1887 vollendet Edison, aufbauend auf Tainters Entwicklung, den Bau des ersten Phonographen mit Elektromotor.

 

Der erste Plattenspieler

Diese für die damalige Zeit revolutionäre Erfindung ist in Wirklichkeit nur ein sehr rudimentärer Plattenspieler, bestehend aus einem mit Wachs überzogenen Zinnzylinder, den man mit einer Kurbel dreht, um Ton aufzunehmen oder wiederzugeben, der mit einer Stahlnadel abgelesen wurde. Im selben Jahr entwickelte der Deutsche Émile Berliner die erste flache Schallplatte, die „Phono-Gravure“. Er gründete die Firma GRAMOPHONE, aus der später die berühmte „HIS MASTER’S VOICE“ (Die Stimme seines Meisters) hervorging.

In Frankreich wurde Émile Pathé 1896 zum Leiter der Phonographenabteilung der Société Pathé Frères ernannt, die 1897 in Compagnie Générale des Phonographes umbenannt wurde. Der Übergang vom Phonographen zum Plattenspieler vollzieht sich anschließend langsam, im Zuge der technischen Innovationen verschiedener Unternehmen (Philips, English NEOPHONE Co…), bis zur Entstehung des Plattenspielers in den 1920er Jahren.

 

Hochmoderne Plattenspieler

Seitdem haben sich Plattenspieler stark weiterentwickelt und waren noch nie so leistungsfähig! Auch wenn seit den allerersten Plattenspielern ein langer Weg zurückgelegt wurde, sind die grundlegenden technischen Prinzipien eines Plattenspielers weitgehend dieselben geblieben, ebenso wie seine verschiedenen Komponenten. Diese sind hauptsächlich mechanischer, elektrischer und manchmal auch elektronischer Natur. Wir wollen uns hier nicht für eine bestimmte Technologie entscheiden, denn alle ihre Bestandteile sind entscheidend für die Wiedergabequalität und daher untrennbar mit dem Endergebnis verbunden.