Audiokabel: Muss man wirklich viel Geld dafür ausgeben?

Audiokabel: Muss man wirklich viel Geld dafür ausgeben?

In einem HiFi-System wird den verwendeten Audiokabeln zur Verbindung der Geräte oft nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt. Tatsächlich sind Audiokabel häufig das „schwache Glied“ in einem HiFi-System und die Frage, die uns regelmäßig gestellt wird, lautet: „Muss man dafür wirklich viel Geld ausgeben?“. Dabei sollten diese Elemente nicht vernachlässigt werden, da viele Hörprobleme auf sie zurückzuführen sein können! maPlatine.com gibt Ihnen einige Erklärungen, warum Sie Audiokabel nicht vernachlässigen sollten.

Außerdem soll dieser Kaufratgeber Ihnen den Nutzen einer Investition in ein HiFi-Kabel erklären. Wir möchten Ihnen hiermit einige Antworten geben, wobei zu beachten ist, dass weitere technische Parameter den Preis eines Audiokabels bestimmen. Wenn Sie mehr erfahren möchten, stehen Ihnen unsere Techniker telefonisch (0 810 810 121) oder per E-Mail (contact@maplatine.com) zur Verfügung.

Sie möchten mehr über Audiokabel erfahren? Dann schauen Sie sich gerne unseren Kaufratgeber an, der Ihnen mehr über die verschiedenen Kabeltypen im HiFi-Bereich und deren Funktion verrät.

HiFi-Kabel: die verschiedenen Typen und ihre Funktion

1. Audiokabel: Was den Preis beeinflusst

Der Preis von HiFi-Kabeln kann von einigen Dutzend Euro bis zu mehreren Tausend Euro variieren! Äußerlich erkennt man jedoch nicht immer echte Unterschiede zwischen Kabeln verschiedener Preisklassen. Mehrere Faktoren können jedoch den Preis von Audiokabeln beeinflussen.

1.1. Entwicklung und F&E

Je nach Aufwand, der für die Entwicklung eines Audiokabels betrieben wird, kann dies den Endpreis mehr oder weniger stark beeinflussen.

Tatsächlich investieren Hersteller von Audiokabeln oft viel in Forschung und Entwicklung, um eine besondere oder innovative Technologie anzubieten. Das kann sich tatsächlich auf den Preis des HiFi-Kabels auswirken.

Wenn ein Unternehmen ein Kabel entwickelt und sich entscheidet, ein Patent für die verwendete Technologie anzumelden, entstehen dafür ebenfalls Kosten. Auch diese Ausgaben können den Endpreis des Audiokabels beeinflussen.

1.2. Herstellungsverfahren

Die verwendete Technologie zur Herstellung eines Kabels rechtfertigt ebenfalls einen höheren Preis. Manche Fertigungsverfahren sind aufgrund ihrer technischen Anforderungen teurer als andere. Bei Audiokabeln gibt es verschiedene Herstellungsverfahren.

So gibt es zum Beispiel die Kryotechnik, bei der die Materialien durch Kälte stabilisiert werden.

Auch eine galvanische Beschichtung ist ein Verfahren, das nicht bei allen HiFi-Kabeln angewendet wird und einen höheren Preis rechtfertigt.


Zu nennen sind auch die Anzahl der verwendeten Litzen sowie deren Verdrillung. Es heißt oft, je enger die Litzen miteinander verdrillt sind, desto weniger Luft ist enthalten und desto besser ist die Klangqualität.

Vergleich des Innenlebens eines QED-Lautsprecherkabels und eines Transparent-Lautsprecherkabels

Es ist wichtig zu wissen, dass je mehr Fertigungsschritte es gibt, desto teurer wird ein Kabel. Tatsächlich erfordert jeder zusätzliche Fertigungsprozess einen weiteren Arbeitsschritt, was mehr Zeit und Handhabung bedeutet. Die Endkosten des Audiokabels werden dadurch beeinflusst.

Außerdem erfordern all diese Technologien und Fertigungsprozesse ein hohes Maß an menschlichem Know-how. Im hochwertigen HiFi-Bereich gibt es viele Fertigungsschritte, die nicht automatisiert (also manuell) sind, und das Können der Mitarbeiter ist daher ebenfalls ein Kriterium, das beim Preis eines HiFi-Kabels berücksichtigt werden muss.

1.3. Verwendete Materialien

Im Audiobereich wie auch in anderen Bereichen sind die zur Herstellung der Produkte verwendeten Materialien unterschiedlich teuer. Das gewählte Material für die Herstellung eines Audiokabels wird also einen Einfluss auf seinen Preis haben.

Generell gilt: Je reiner ein Material ist (99,99%), desto teurer ist es. Das gilt auch für die Herstellung von Audiokabeln. Wenn ein reines Material für die Herstellung eines Leiters verwendet wird, erhöht das den Preis des Kabels. Bei der Herstellung von Audiokabeln findet man zum Beispiel Kupfer, Gold, Silber, Rhodium usw.

Man sollte also beachten, dass diese Materialien, abgesehen davon, dass sie „jungfräulich“ (praktisch unverarbeitet) sind, auch edel und selten sind. Das rechtfertigt erneut den Preis, den man für ein hochwertiges HiFi-Kabel ausgeben kann.

Zum Beispiel ist ein HiFi-Kabel mit Leitern aus OFC-Kupfer (z. B. Phonokabel Ortofon 6NX-TSW-1010) günstiger als ein Kabel aus Silber (z. B. Phonokabel Furutech Silver Arrows-12). Ganz einfach, weil Kupfer günstiger ist als Silber!

Phonokabel Ortofon 6NX-TSW-1010

Es kommt auch vor, dass das verwendete Material zusätzlich beschichtet ist, was den Preis weiter beeinflusst. Wir bieten zum Beispiel das Phonokabel Nordost Odin an, das massive Kupferleiter mit einer dicken Silberschicht besitzt. Die Verwendung dieser Materialien und Verfahren verleiht ihm sehr hohe audiophile Leistungen, was auch einen sehr hohen Preis rechtfertigt.

2. Einige Beispiele für kabelbezogene Phänomene

Man sollte wissen, dass jede vom Hersteller verwendete Technologie dem Kabel eine klangliche Identität verleiht. Und je nach den gewählten Materialien und Komponenten treten bestimmte Klangfärbungen auf oder auch nicht.

Denken Sie außerdem nicht, dass ein HiFi-Kabelhersteller eine bestimmte Technologie oder ein seltenes, reines Material nur deshalb verwendet, um Ihnen ein teureres Kabel zu verkaufen. Die Investitionen der Marken sind auf die Musik ausgerichtet und sollen das Hörerlebnis verbessern, indem sie bestimmte elektrische oder physikalische Störungen vermeiden.

2.1. Vorhandensein von Störungen – Abschirmung der Kabel

In einem HiFi-System kann es vorkommen, dass bestimmte Störungen eingefangen werden und Ihre Klangwiedergabe beeinträchtigen. Dieses Phänomen kann mit der Qualität Ihrer HiFi-Kabel zusammenhängen, insbesondere mit deren Abschirmung.

Außerdem sollte man immer darauf achten, dass die Phonokabel sowie die Modulationskabel gut abgeschirmt sind, da sie sonst Störungen aus der Umgebung aufnehmen. Die Phonokabel der Marke Transparent sind dafür bekannt, wie das Modell The Musiclink.

Phonokabel Transparent The Musiclink

Bei sogenannten Leistungskabeln wie Lautsprecherkabeln oder Netzkabeln findet man selten eine Abschirmung, da ihre Hauptaufgabe die Übertragung von Leistung ist und der damit verbundene Aufwand nicht gerechtfertigt wäre.

2.2. Informationsverlust des Signals

Im Analogbereich und in der Audiotechnik kann es zu einem Informationsverlust des Audiosignals kommen. Die Kabellänge ist dafür verantwortlich. Je länger ein Kabel ist, desto größer ist das Risiko eines Informationsverlustes.

Dieses Phänomen tritt hauptsächlich bei Phonokabeln auf, da das darin übertragene Audiosignal sehr schwach ist (im Millivolt-Bereich).

Bei Modulationskabeln ist der Einfluss geringer, da das Signal bereits durch eine Phonovorstufe vorverstärkt wurde. Das gilt auch für Lautsprecherkabel, da das Signal durch den Verstärker verstärkt wird.

Um dieses Problem zu vermeiden, sollte man zum Beispiel darauf achten, den Plattenspieler nicht zu weit von der Phonovorstufe zu platzieren. So benötigt man kein zu langes Phonokabel und minimiert das Risiko eines Informationsverlustes im Signal.

2.3. Skin-Effekt (oder Kelvin-Effekt)

Im Bereich der Audiokabel kann der sogenannte Skin-Effekt, auch Kelvin-Effekt genannt, auftreten. Dieses elektromagnetische Phänomen betrifft Lautsprecherkabel und kann sich in bestimmten Fällen bemerkbar machen. Der Skin-Effekt äußert sich durch einen Abfall in den Höhen.

Theoretisch gilt: Bei einem einadrigen Kabel gilt, je größer der Querschnitt (Durchmesser), desto geringer ist der Widerstand. Allerdings führen große Querschnitte oft zum Abfall der hohen Frequenzen. Das liegt daran, dass die tiefen Frequenzen durch den Kern des Kabels und die hohen Frequenzen an dessen Rand verlaufen.

Schema des Kabelinneren

Um dieses Problem zu beheben, genügt es, die Anzahl der Litzen zu erhöhen, wodurch Litzenkabel wie die Atlas Equator Lautsprecherkabel entstehen. Dadurch wird der Frequenzbereich in den höchsten Höhen nicht eingeschränkt und gleichzeitig ein gutes Gleichgewicht im Bass beibehalten. Ein 2mm²-Kabel besteht zum Beispiel oft aus mehr als 500 Kupferlitzen.

Atlas Equator Lautsprecherkabel

Diese Technologie hat jedoch gewisse Grenzen, da der Kontakt der einzelnen kleinen Litzen untereinander Verzerrungen in den hohen Frequenzen verursachen kann. Einige Kabel, wie das XT40 Lautsprecherkabel von QED, versuchen dieses Problem auf raffinierte Weise zu lösen. Ein Hohlrohr wurde in der Tat für die Bassübertragung in die Kabelmitte integriert, während ein Litzenkabel die Höhen überträgt.

Außerdem erhalten einige mehradrige Kupferkabel zur Erhöhung der Bandbreite in den Höhen und zur Begrenzung des Widerstands eine Silberbeschichtung an der Oberfläche (z. B. Tellurium Q Silver Lautsprecherkabel).

Tellurium Q Silver Lautsprecherkabel

2.4. Memory-Effekt

Der Memory-Effekt ist ein weiteres Phänomen, das in nahezu allen HiFi-Kabeln auftritt. Das Isoliermaterial speichert durch statische Effekte das Signal, das zum Zeitpunkt T durchläuft. Das folgende Signal bei T+1 erhält einen Anteil des vorherigen Signals, selbst wenn es nur ein winziger Teil ist. Dies führt zu einer ungenauen Wiedergabe, oft mit einer instabilen Klangbühne.

Bestimmte Isoliermaterialien sind für diesen Effekt anfällig, wie z. B. PVC. PTFE (oder FPE) begrenzt diesen Effekt etwas. Dieses Isoliermaterial findet man zum Beispiel im AudioQuest Sydney Signalkabel. Dennoch sollte man wissen, dass die beste Isolierung theoretisch immer Luft bleibt!

AudioQuest Sydney Signalkabel

*****

Wir hoffen, dass Ihnen dieser Kaufratgeber geholfen hat, mehr über Audiokabel zu erfahren und insbesondere deren Bedeutung in einem HiFi-System zu verstehen. Wenn Sie mehr zu diesem Thema wissen möchten, zögern Sie nicht, unsere Techniker telefonisch (0 810 810 121) oder per E-Mail (contact@maplatine.com) zu kontaktieren.